KITA Tausendfüssler in Hahn

Ich bin nicht einverstanden mit der Schließung der Kita in Hahn

Ich vertrete die Meinung, dass die Kindergärten in Kernstadt und den Stadtteilen dezentral und gut erreichbar sein müssen.

Die Kitas der AWO sind mit Abstand die teuersten

Richtig ist, dass die Stadtverordneten bereits seit Jahren die für Pfungstadt sehr ungünstigen Verträge mit der AWO bemängeln. Alleine die Kitas der AWO kosteten im Jahr 2023 rund 5,1 Millionen Euro. (Also 30% der Einrichtungen kosten 35% des Gesamtaufwands) Dabei sind diese Kitas nicht einmal ausgelastet, die Stadt zahlt aber sogar für den Leerstand.

Die Stadtverwaltung hatte daher den klaren Auftrag die Verträge zu prüfen, neu zu verhandeln und notwendigenfalls zu kündigen und entweder sachgerechte Konditionen zu verhandeln oder diese Kitas wieder selbst zu betreiben. Auftrag war jedenfalls nicht stumpf eine Kita ganz zu schließen. Schon gar nicht in Hahn, wo es sonst nur noch die evangelische Kita gibt.

Die denkbar schlechteste aller möglichen Lösungen

Noch absurder wird diese  Maßnahme, wenn man weiß, dass Kinder des Regenbogen seit Jahren in Containern untergebracht sind und wenn gleichzeitig mit 4 Jahren Verspätung für nunmehr über 8,3 Millionen statt ursprünglich vorgetragenen 4,3 Millionen Euro eine komplett neue Kita von der Stadt gebaut wird. Hier wird einerseits Geld verschwendet und andererseits die Qualität der Nahversorgung erheblich verschlechtert. Es ist also die denkbar schlechteste aller möglichen Lösungen. Es wird nicht lange dauern, bis dieselbe Verwaltung sich über steigendes Verkehrsaufkommen beschwert und am Ende gar noch den notwendigen Pendelverkehr zu den Kindergärten und die Parksituation sanktioniert.

Niemand der Stadtverordneten wurde informiert

Richtig ist auch, dass niemand der Stadtverordneten, insbesondere nicht der Hauptausschuss und auch nicht der Sozialausschuss zu dieser Maßnahme konsultiert oder auch nur informiert wurde. Wir haben die Maßnahme wie nunmehr eigentlich immer aus der Zeitung erfahren. Der Bürgermeister hat lediglich süffisant mitgeteilt, dass er die Ortsvorsteherin des Ortsteils Hahn zuvor vertraulich in Kenntnis gesetzt hatte. Es sollte also klar sein, dass mit diesem Sachverhalt „die Politik“ auf die der Bürgermeister gerne schimpft absolut nichts zu tun hatte. Er ist dafür alleine verantwortlich und hat dies auch der Bevölkerung zu erklären und seine Entscheidung zu rechtfertigen. Die Beweggründe dieser Entscheidung kennt nur der Bürgermeister.

Dies insbesondere da sich aus den Protokollen des Magistrats ergibt, dass der Magistrat die Kündigung nicht beschlossen hat, sondern 2 Monate hinterher nachträglich um Genehmigung angefragt wurde.